Please update your Flash Player to view content.
Reiseland Mexiko

Estados Unidos Mexicanos

Vereinigte Mexikanische Staaten

Flagge Mexikos

Wappen Mexikos

Flagge

Wappen

Amtssprache

Spanisch (de facto), seit 2003 sind 62 indigene Sprachen in Mexiko als „Nationalsprachen“ anerkannt

Hauptstadt

Mexiko-Stadt

Staatsform

Präsidiale Bundesrepublik

Staatsoberhaupt und Regierungschef

Präsident Felipe Calderón Hinojosa

Fläche

1.972.550 km²

Einwohnerzahl

109.960.000 (2008)

Bevölkerungsdichte

55,7 Einwohner pro km²

BIP

Total (PPP)

Total (Nominal)

BIP/Einw. (PPP)

BIP/Einw. (Nominal)

2008

$ 1.548 Milliarden (11.)

$ 1.088 Milliarden (13.)

$ 14.560 (55.)

$ 10.235 (57.)

HDI

0,855 (51.)

Währung

Mexikanischer Peso

Unabhängigkeit

1810 erklärt, 1821 anerkannt

Nationalhymne

Himno Nacional Mexicano

Zeitzone

UTC −6 bis −8

Kfz-Kennzeichen

MEX

Internet-TLD

.mx

Telefonvorwahl

+52

Mexico (orthographic projection).svg

Mexico-map.png


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Mexiko (spanisch: México [ˈmɛːɕɪ.kɔ]), amtlich Vereinigte Mexikanische Staaten, span.: Estados Unidos Mexicanos, ist eine Bundesrepublik in Nordamerika, die 31 Bundesstaaten und einen Hauptstadtdistrikt, Mexiko-Stadt, umfasst. Im Norden grenzt Mexiko an die Vereinigten Staaten von Amerika (USA); im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean; im Südosten an Guatemala, Belize und an das Karibische Meer; im Osten an den Golf von Mexiko. Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen Quadratkilometer ist Mexiko das fünftgrößte Land auf dem amerikanischen Doppelkontinent, global liegt das Land an vierzehnter Stelle. Weltweit liegt Mexiko mit einer Bevölkerungszahl von fast 110 Millionen auf Platz elf.


Geschichte Mexikos

Präkolumbische Geschichte

Nach dem derzeitigen Forschungsstand liegt die erste Besiedlung (Tlapacoya) um etwa 20.000 bis 22.000 Jahre zurück. Erste Spuren von Ackerbau finden sich ca. 1500 bis 900 v. Chr. Etwa 1500 v. Chr. wurde die Stadt Tlatilco im Tal von Mexiko besiedelt, die erst im 4. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Tlatilco stand unter anderem unter dem kulturellen Einfluss der Olmeken. Komplexere Kulturen bildeten sich von 900 bis 300 v. Chr. Zwischen 100 und 900 n. Chr. bildeten sich die sogenannten mesoamerikanischen Zivilisationen heraus. Es entwickelten sich die Kulturen der Maya, Olmeken, Tolteken und Azteken. Um 1500 n. Chr. waren die Azteken das beherrschende Volk im Gebiet des heutigen Mexiko.


Spanische Kolonialzeit

In den Jahren 1517 und 1518 erreichen die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdoba und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatán. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machen die tierra firme, das Festland, für die Spanier interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelingt es Hernán Cortés, das so genannte Azteken-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Das heutige Mexiko wird zum Vizekönigreich Neuspanien. Siehe dazu Spanische Eroberung Mexikos.


Unabhängigkeitskriege, Revolution

Im Jahre 1810 wurde die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, die einen langen Krieg nach sich zog, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte. Erstes Staatsoberhaupt der jungen Nation war Agustín de Iturbide, der das Land ab 1822 als Kaiser regierte. Bereits 1823 musste er nach einem Militäraufstand abdanken und Mexiko wurde zur Republik. Der junge Staat verlor bald an Größe. Im gleichen Jahr, 1823, verlor Mexiko das Gebiet von Guatemala, woraus sich die späteren unabhängigen Staaten Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, und Honduras bildeten.

1835 versuchten die Vereinigten Staaten von Amerika vergeblich, Mexiko die Gebiete um Texas und Kalifornien abzukaufen. 1836 riefen die in Texas lebenden Amerikaner die unabhängige Republik von Texas aus.

1845 wurde Texas von den USA annektiert und weitere mexikanische Gebiete um Texas, bis hin zum Rio Grande, beansprucht. Der Streit um die Rio Grande-Grenze führt dann 1846 zur US-Invasion, dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Nach der Niederlage Mexikos im Jahre 1848 trat mit Unterzeichnung des Vertrags von Guadalupe Hidalgo Mexiko seine nördlichen Gebiete, darunter die späteren US-Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico, Arizona, Nevada und Colorado, ab.

In den 1860ern stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Kaiser Maximilian I. (Habsburg) einsetzte. Präsident Benito Juárez, der mit Hilfe der USA die Franzosen aus dem Land vertrieb, beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians.

Die lange Diktatur Porfirio Díaz’ führte 1910 zur Mexikanischen Revolution und 1911 zu seinem Rücktritt. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die das Land 20 Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) das Land.

Mexiko erlangte während des Faschismus für Europäer große Bedeutung als Exilland. Mexiko war das einzige Land (von 17 Mitgliedern eines „Völkerbundrates“), das am 19. März 1938 den Anschluss Österreichs durch Deutschland laut mit Protest belegte und damit auf weltweiter Ebene frühzeitig Flagge gegen die Nationalsozialisten zeigte (siehe Walter Truckenbrodt, dort genanntes Werk Seite 144). Mexiko wies auf die Folgen für den (Welt-)Frieden hin, wenn die Pflichten aus der Völkerbundsatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden. Der Autor Truckenbrodt, später ein sehr hoher Beamter in der Bundesrepublik Deutschland, mokierte sich 1941 darüber. Aus Anerkennung für diese Tat wurde in Wien ein Straßenabschnitt mit dem Namen Mexikoplatz benannt.

Die Partei der Institutionalisierten Revolution kontrollierte das Land Mexiko bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der „offiziellen Partei“, das heißt der PRI. So unterstand etwa auch die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfacher Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrollen der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszählung.


Weitere Informationen sind zu finden unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mexiko